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zur den Testberichten

Modellflug International Februar 2009
Bericht zu FC-Scaleparts auf dem Nikolausmarkt bei 3W von Alexander Obolonsky


Uwe Henn hatte sich anfänglich auf den Ersatzteilvertrieb für Modelle der Firma FiberClassics (DC-3, Mustang, Ju-52, Yak-11 usw.) spezialisiert. Im Laufe der Jahre sind aber auch eigene Kreationen hinzu gekommen. 2007 brillierte die große Bf 109 als Blickfang auf seinem Stand, in diesem Jahr eine nicht minder eindrucksvolle Zweimot vom Typ De Havelland Mosquito (Bild 3). Allerdings ist die im Rohbau ausgestellte Maschine erst der Prototyp für die im neuen Jahr anstehende Flugerprobung. Bis zur lieferfertigen Version wird es also noch einige Zeit dauern.

Uwe Henn nutzte seinen Auftritt bei 3W auch, um Meinungen der Interessierten einzufangen. Soll die Maschine als Holz- oder GfK-Bausatz auf den Markt kommen? Die Resonanz der Kunden soll den Weg weisen. Ich rate in der endgültigen Version zu einem Modell in herkömmlicher Gemischtbauweise. Rumpf, Motorgondeln und evtl. Hutzen bzw. Anbauten aus GfK, Flügel und Leitwerke in Balsa-Styro-Bauweise. Eine Voll-GfK-Version kann später nachgeschoben werden, verteuert aber naturgemäß das Fluggerät erheblich. Allerdings gilt mein Rat nur, wenn damit ein Abfluggewicht unter 25 kg zu realisieren ist.

Die Daten der Mosquito: Spannweite 380 cm, Motorisierung ab 2x60 ccm, Gewicht der flugfertigen Holzversion ca. 21 kg, inkl. Einziehfahrwerk und funktionsfähigem Bombenschacht . Trotz ihrer enormen Größe soll die Mosquito selbst in einem nur mittelgroßen PKW zu transportieren sein, da Höhen- und Seitenleitwerk demontierbar sind.

Überhaupt tut sich im Bereich Entwicklung bei FC-Scaleparts einiges. Geplant hat man Kleinserien von Modellnachbauten namhafter Originale in Holzbauweise. Wie mir Uwe Henn erzählte, ist sein Team - das leise, aber effektiv im Hintergrund arbeitet - an mindestens zwei Typen dran. Zum einen ist es die zweimotorige Me 110, die leider zum Zeitpunkt der Ausstellung gerade in der Lackierung war. Sie hat eine Spannweite von 340 cm. Mit gewaltigen vier Metern wird sie noch von dem zweiten Typ, der P-61 Black Widow, übertroffen, die sich derzeit in der Bauvorbereitung befindet. Es ist klar, dass man bei Modellen dieser Größe - eine intelligente Konstruktion vorausgesetzt - eher mit der bewährten Spantenbauweise unter den magischen 25 kg Abfluggewicht bleiben kann.

Sicher sind diese Flugzeuge auch keine Maschinen die man an jeder Ecke sehen wird. Dafür sind sie zu groß und zu aufwendig. Aber gerade wer etwas Besonderes auf den Platz bzw.in die Luft bringen will, sollte einen Blick auf die Homepage der Firma FC-Scaleparts werfen. Und wer Ersatzteile für FiberClassics-Modelle sucht, kommt an Uwe Henn ohnehin nicht vorbei.